Anna im Bild
Heute Morgen waren wieder die Bioäpfel dran. Um 6:15 aufzustehen nachdem wir am Abend vorher erst um 0:30 vom letzten Termin zurückgekommen sind, ist schon hart. Nachdem wir die Pendler in Schwalbach mit Äpfeln und Zeitungen versorgt haben, steigen unsere Praktikantin Soete Klien und ich in den Zug nach Berlin. Am Frankfurter Bahnhof wird kostenlos die Bild-Zeitung verteilt. Im ICE entdecken wir auf Seite 5 einen Bericht vom gestrigen Joschka-Auftritt in Frankfurt und fallen vor Lachen fast vom Sitz: Dazu gibt’s ein dämliches Foto von den Kandidatinnen Margaretha Wolf, Ulrike Gauderer und mir. Margaretha guckt total verkniffen und ich strecke meine Zunge raus…. Das ist so eine Angewohnheit von mir, wenn ich mich anstrenge und nicht genau weiß, wie ich mich verhalten soll. Gestern Abend kam es mir etwas dämlich vor, mit einem Blumenstrauß vor 8000 Menschen hin und her zu winken... Diese Fotoauswahl zeigt aber auch mal wieder, wie Zeitungen ihre Leser beeinflussen: Gestern Abend wurden bestimmt auch bessere Fotos von uns gemacht, aber die BILD-Zeitung will ihren Lesern lieber ein unprofessionelles Bild der Grünen präsentieren. Letzte Woche ist mir das Gleiche mit der FAZ schon mal passiert. Dort wurden die vier jüngsten Abgeordneten im Wahlkampf porträtiert. Der Artikel war überaus fair geschrieben. Nicht so die Bild-Auswahl: von Daniel Bahr (FDP) und Jens Spahn (CDU) wurden seriöse und gut getroffene Fotos verwendet, wohingegen Sabine Bätzing (SPD) und ich kleiner und verkniffen abgebildet wurden. Klar, welche Parteien die FAZ bevorzugt.
Nichts desto Trotz war gestern Abend ein voller Erfolg: Noch nie war der Römerberg bei einer grünen Kundgebung so voll. Joschka war gut drauf und die Menschen hingen förmlich an seinen Lippen. Nur der Zwischenrufer, der Joschka von Atomkraft überzeugen wollte und sich den Spruch einfing „dann bau dir doch ein Atomkraftwerk in dein Auto ein“, war nicht so zufrieden. Die Anderen sind mit der Überzeugung nach Hause gegangen, dass Joschka Außenminister bleiben muss. Hoffentlich sagen viele ihren Freunden weiter: „Zweitstimme ist Joschka-Stimme.“
Der Außenminister ist derweil auf dem Weg nach New York zur UN. Für mich steht nachher in Berlin zunächst ein Treffen mit der Heinrich-Böll-Stiftung auf dem Programm, die meinen Wahlkampf mit dem einer afghanischen Kandidatin vergleicht. Danach bin ich beim Debattierklub des Tagesspiegels zu Gast. Ab 20.30 Uhr könnt ihr in der „Dachkammer“ (Simon-Dach-Str. 39) beim Blogger-Treffen mit mir ins Gespräch kommen.
Nichts desto Trotz war gestern Abend ein voller Erfolg: Noch nie war der Römerberg bei einer grünen Kundgebung so voll. Joschka war gut drauf und die Menschen hingen förmlich an seinen Lippen. Nur der Zwischenrufer, der Joschka von Atomkraft überzeugen wollte und sich den Spruch einfing „dann bau dir doch ein Atomkraftwerk in dein Auto ein“, war nicht so zufrieden. Die Anderen sind mit der Überzeugung nach Hause gegangen, dass Joschka Außenminister bleiben muss. Hoffentlich sagen viele ihren Freunden weiter: „Zweitstimme ist Joschka-Stimme.“
Der Außenminister ist derweil auf dem Weg nach New York zur UN. Für mich steht nachher in Berlin zunächst ein Treffen mit der Heinrich-Böll-Stiftung auf dem Programm, die meinen Wahlkampf mit dem einer afghanischen Kandidatin vergleicht. Danach bin ich beim Debattierklub des Tagesspiegels zu Gast. Ab 20.30 Uhr könnt ihr in der „Dachkammer“ (Simon-Dach-Str. 39) beim Blogger-Treffen mit mir ins Gespräch kommen.
anna.luehrmann - 15. Sep, 15:39



