Christian Hochhuth (iDemokratie.de) Mathias Fischer (iDemokratie.de) Britta Schemel (iDemokratie.de) Olaf Nitz (iDemokratie.de) Prof. Klaus Staeck (Aktion für mehr Demokratie) Dr. Christoph Bieber (ZMI) Dr. Jan Schmidt (Universität Bamberg) Mario Münster (Johanssen + Kretschmer)    
  Hans-Joachim Otto (FDP) Katja Husen (Bündnis 90/Die Grünen) Ulrich Kelber (SPD) Claus Wichmann (SPD) Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) Bernd Schmidbauer (CDU) Marcus Weinberg (CDU) wahlblogger gesucht    

Anna Lührmann auf Wahlkampftour im Erdgasauto

Heute bin ich mit einem Erdgasauto in den Wahlkampfendspurt gestartet. Damit will ich demonstrieren, dass es bereits heute umweltfreundliche, kostengünstige Alternativen zum Öl gibt, wie der Fiat Multipla mit Gasantrieb vom Carsharing- Anbieter Stadtmobil Rhein-Main. Carsharing bietet die Möglichkeit, Energie und Geld zu sparen ohne auf Mobilität zu verzichten. Deshalb habe ich dort auch einen Mitgliedsvertrag unterzeichnet.

Erdgas ist der klimaschonenste fossile Brennstoff und Gas ist deutlich preiswerter als die herkömmlichen Kraftstoffe. Gasmobile sparen rund die Hälfte der Treibstoffkosten, und wir verringern mit dem Erdgasantrieb unsere Abhängigkeit vom Öl.
Auch die Bundesregierung setzt Anreize: Um die Einführung dieser Technologie zu unterstützen, haben wir die Steuer auf Erdgas bis zum Jahre 2020 eingefroren. Dass sich diese Energie in Kraftfahrzeugen durchsetzen wird, erwartet auch die Europäische Kommission. Sie prognostiziert bis 2020 für alternative Antriebe einen Marktanteil von 20%, für Erdgas allein 10%. Auch die deutsche Gaswirtschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt. Sie investiert deutschlandweit in ein engmaschiges Tankstellennetz.
Wir wollen weg von fossilen Brennstoffen und rein in erneuerbare Energien. Ergas ist nur eine Übergangslösung, da noch nicht genügend Biogastankstellen vorhanden sind. Jedes Erdgasfahrzeug lässt sich problemlos mit Biogas betanken und fördert damit den langfristigen Umstieg auf erneuerbare Energien.
Die Grünen-Fraktion im Bundestag hat am Dienstag ein zehn Punkte umfassendes Sofortprogramm als Antwort auf die hohen Energiepreise verabschiedet. Angesichts der in die Höhe schnellenden Ölpreise und der daraus erwachsenden weltweiten Rezessionsgefahr müssten Alternativen zum Öl schneller und konsequenter ausgebaut werden. Wir fordern, dass EU-weit die Beimischung von Ethanol und Biodiesel zu fossilen Kraftstoffen von fünf auf zehn Prozent verdoppelt wird. Die Kfz-Steuer soll durch eine CO2-Steuer ersetzt werden: Verbrauchsarme Fahrzeuge sollen in Zukunft weniger Steuern zahlen, „Spritschlucker“ mehr. Außerdem machen wir uns dafür stark, in einem groß angelegtem Forschungs- und Markteinführungsprogramm der Hybrid-Antrieb, synthetische Biokraftstoffe und Brennstoffzellen voran zutreiben und steuerlich zu fördern.

Für alle, die auch mal "in echt" mit mir diskutieren wollen gibt es am Mittwoch ein Bloggertreffen in Frankfurt (14.09., 22:00 im Cafe "Metropol", Weckmarkt 13-15) und am Donnerstag in Berlin (15.09., 20:30 Uhr in Friedrichshain - genauer Ort folgt auf meiner Homepage: http://www.anna-luehrmann.de/termine). Ich freue mich Euch mal persönlich kennenzulernen!
werner (Gast) - 9. Sep, 17:56

"Im Zeifel wähle man das Richtige" (Karl Krauss)

Einfache Rechnung:
Die Löhne der Mitarbeiter freier Verkehrsunternehmen liegen etwa ein Drittel unter denen der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter städtischer Verkehrsunternehmen. Bei einem Lohnkostenanteil von ca. 70% an den Gesamtkosten schlägt diese Differenz also mit rund 20% auf die Gesamtkosten durch. Anders formuliert: Der Verkehrsverbund könnte von heute auf morgen seine Preise um 20% senken, wenn er seinen Mitarbeitern Marktpreise bezahlen würde.

Es ist eine gesellschaftliche Entscheidung, wie wir das haben wollen. Was aber nicht funktioniert, sind günstige Fahrpreise UND zugleich überhöhte Gehälter. "Im Zweifel wähle man das Richtige" (Karl Krauss). Ihr habt das SPD-Modell gewählt, also nicht jammern am Fahrkartenautomaten. Einige Leute müssen doch schließlich gut leben, warum nicht die?

gregorio - 9. Sep, 18:46

Warum führen wir nicht die Sklaverei wieder ein, dann könnten wir die Fahrkartenpreise leicht um 40% oder 50% senken!
hazy (Gast) - 10. Sep, 06:34

Rikscha Radeln für Deutschland

ja, genau das ist zu befürchten, in nur leicht abgewandelter Form, wenn wir so weiter machen. Unterscheiden wir die normative Seite (was wir uns wünschen, wenn wir uns die Welt backen könnten) und die reale, mit wir der wir irgendwie zurechtkommen müssen. Dabei ist weiter zu unterscheiden zwischen einem berechtigten Schutz und einer fragwürdigen Bevorzugung zu Lasten Dritter.

Die Privilegierung der Mitarbeiter der Verkehrsverbünde ist nur eines von zahllosen Beispielen. Gleiches gilt z.B. für Apotheker: wir haben Gesetze, die den Verkauf von Medikamenten nur über Tante Emma-Läden erlauben. Übrigens auch für die Autozulieferindustrie, die uns ständig neue Sicherheits- und Umweltsanforderungen einredet: Der Sicherheitsgewinn durch die hochgesetzte, dritte Heckleuchte ist durch nichts belegt; oder statt des Dieselfeinstaubfilters könnte man an anderer Stelle mit gleichem Geldeinsatz viel mehr bewirken. Der stärkste Spruch ist natürlich "Gleiches Geld für gleiche Arbeit", der den Osten wirtschaftlich abwürgt.

Jede Priviligierung von Partikulargruppen - also Abweichung von echten Marktpreisen - bedeutet, daß irgend jemand anderes diese Differenz bezahlen muß. Wenn man die deutsche Wirtschaft schon als Selbtsbedienungsmarkt betrachtet, muß man auch daran denken, daß am Ende des Einkaufs die Kasse steht.

Zunächst muß man also versuchen, die Marktverzerrungen überhaupt ausfindig zu machen. Das ist teilweise schwierig, weil sie sich hinter undurchsichtigen Vorschriften verbergen und die Lobbyisten jeder Couleur natürlich genau das zu verhindern trachten. Was wir daher - unabhängig von jeder Politikrichtung - benötigen, ist VIEL MEHR TRANSPARENZ (das spricht für eine drastische Vereinfachung des Steuersystems, egal wie sie im einzelnen gestaltet wird).

Da die Begünstigung der betroffenen Gruppe Freude bereitet, ist es für die Politiker am einfachsten, die Bezahlung dieser Lasten auf die Allgemeinheit zu verteilen - das ist jeder und damit keiner. Es ist also für die Politiker viel einfacher, die Einnahmen zu erhöhen und sie als Wohltaten an ihre Wählergruppen zu verteilen, als die Ausgaben zu senken und irgendeiner Gruppe etwas wegzunehmen. Verborgen wird dieses Verhalten hinter irgendwelchen Sprüchen, mit denen man die Allgemeinheit einfängt.

Auf die Dauer hat dieses Verhalten leider verheerende Folgen, eben weil es darum geht, anderen vom Sozialkuchen etwas wegzunehmen statt mehr zu produzieren, genauer gesagt, irgendeine Wertschöpfung zu bewirken, die Käufer zu bezahlen bereit sind. Daher sinkt in Deutschland der Lebensstandard seit Jahren - und eine Fortsetzung dieses Verhaltens wird eine Fortsetzung dieses Wohlstandsverlustes bewirken. Das Tückische ist der schleichende Charakter.

Am Ende dieses Niederganges stehen deutsche Rikscha-Radler, die ausländische Touristen auf aus dem Ausland importierten Rikschas umherfahren. Die deutschen Rikschas werden nämlich zu teuer für uns sein. Nehmen wir die TV-Illusion der "Praxis Bülowbogen". Da gibt es einen radelnden Boten - das Geschehen spielt aber im gehobenen Wohlstandsmilieu eines Arztes. Wie der Bote lebt, wird besser nicht gezeigt.
demokratie - 10. Sep, 18:29

Nachtrag mit Zahlen

hazy (anonym) - 10. Sep, 07:22
Nachtrag mit Zahlen
Link aus der FAZ

(Dieser Beitrag musste aus technischen Gründen von der Redaktion bearbeitet werden)
Gueja (Gast) - 9. Sep, 18:19

Diese Frau der Grünen ist der typische Fall wie es eigentlich nicht sein sollte in unserer Republik.
Von der Schule in den Bundestag und gleich Diäten kassieren in Höhe von ca 10000,00€ im Monat.
Das ist eine Schande und müßte alle HarzIV - Empfänger
auf die Palme bringen. Die soll noch soviel, auf Steuerzahlerkosten,Gas angetrieben Autos fahren. Wer Grüne wählt als Arbeit Suchender wird noch in 10 Jahren
um Harz IV Gelder betteln müssen.

luna (Gast) - 12. Sep, 16:08

unwissenheit ist die größere schande - information eine holschuld

tja, hätten sie sich mal ein bisschen mehr engagiert in ihrer vergangenheit. schließlich wird man nur als abgeordnete des bundestags GEWÄHLT, wenn man bereits einiges geleistet hat. dieser weg steht übrigens jeder/m offen. und die jungen menschen dieser gesellschaft möchten sich ebenso im parlament repräsentiert fühlen wie der ganze rest.

warum also allein die tatsache einer jungen abgeordneten alle hartz IV - empfänger/innen auf die palme bringen soll, weil sie das der position entsprechende gehalt empfängt, wie alle anderen volksvertreter/innen auch, ist mir daher schleierhaft.

was wollen sie? sollen von nun an alle hartz IV empfänger/innen diäten in höhe von 10.000 EUR kassieren?! oder sollen ausschließlich hartz IV-empfänger/innen zur wahl gestellt werden? oder sind sie selbst vielleicht einfach nur neidisch?!
für eine kurze antwort wäre ich ihnen sehr dankbar.

und mal ganz nebenbei: Bündnis90/Die Grünen war insbesondere die partei, welche dafür gekämpft hat, die sozial unverträglichen hartz entwürfe von union und spd zu korrigieren. doch als kleiner koalitionspartner hat man nunmal nicht den notwendigen einfluss, um die eigenen vorstellungen durchzusetzen, so haben die grünen leider einige backpfeifen kassiert und wichtige vorschläge nicht durchgebracht. sie sollten sich daher an die vertreter anderer parteien wenden, wenn sie eine/n schuldige/n suchen.

würden mehr menschen grün wählen, sähe die sozialgesetzgebung anders aus. doch dank der großen volksparteien gibt es nun
- verschärfte Anrechnung des Partnereinkommens. dadurch haben viele, besonders Frauen, keinen eigenständigen Leistungsanspruch mehr.
- Durch die verschärften Regelungen zur Zumutbarkeit, die die Union durchgesetzt hat, gilt nun jede Arbeit als zumutbar, außer ihre Entlohnung ist sittenwidrig - die grünen wollten das verhindern.

noch dazu soll den hartzIV-empfänger/innen gemäß wahlprogramm das leben gern noch leichter gemacht werden:

- partnereinkommen und aktive eingliederungshilfen sollen mit grüner politik erhältlich werden, ohne zur belastung für die partnerschaft zu werden. die fördermöglichkeiten sollen auch denjenigen zur verfügung gestellt werden, die wegen der anrechnung von partnereinkommen bislang keinen anspruch haben.

- kinder aus ALG II familien sollen bei den günen die leistungen garantiert bekommen, die für ihre entwicklung und gleichberechtigte teilhabe erforderlich sind. dazu gehören zum beispiel die übernahme der kosten von kinderreisen und wandertagen und die berücksichtigung von schulmahlzeiten in den regelsätzen. ziel ist die grüne kindergrundsicherung, um zu verhindern, dass kinder für familien zum armutsrisiko werden.

- weiterhin soll das altersvorsorgevermögen umfassender geschützt werden, um eine verlässliche lebensplanung zu ermöglichen. die grünen wollen ein individuelles altersvorsorgekonto, in dem 3.000 € pro lebensjahr steuerfrei zurückgelegt und beim bezug von sozialleistungen eingefroren werden können.

- Die jetzt geltenden und von der union durchgesetzten zumutbarkeitsregeln sollen außerdem bei den grünen so verändert werden, dass die ursprüngliche forderung erfüllt wird und arbeit mit bezahlung unterhalb des tariflichen oder ortsüblichen Entgelts nicht zumutbar ist.

- bei den grünen könnten sich außerdem erwerbslose freiwillig engagieren, ohne ihren anspruch auf arbeitslosengeld oder arbeitslosengeld II zu verlieren.

na, waäre das nicht netter? ich bin wirklich gespannt auf ihre antwort, denn ich weiß ja nicht, warum sie so empört sind. gucken sie nochmal genauer in die einzelnen wahlprogramme und sagen sie mir dann, dass die grünen forderungen nicht am meisten den prinzipien von gerechtigkeit und solidarität entsprechen.

ihr statement ist für mich nur das übliche, selbst gezimmerte zerrbild der faulen abgeordneten mit lockerem leben, die alles geschenkt bekommen. würden sie mal etwas tiefer schürfen, müssten sie nicht so einen nonsens posten.

Trackback URL:
http://neuwahlen.twoday.net/stories/962797/modTrackback

Trackbacks zu diesem Beitrag

soma - 26. Jul, 01:26

soma

Hi, buy tramadol buy diazepam viagra... [weiter]
Ich-gehe-zur-Wahl.de :: Ein Projekt von iDemokratie.de

Visueller Wahlkampf auf wahlkampf.politik-visuell.de Ein Projekt von iDemokratie.de
Aktueller Platz 1 im Visuellen Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 von politik-visuell.de
Aktueller Platz 1 im Visuellen Wahlkampf von politik-visuell.de

umfrageergebnis
kanzlercomedy
www.wahl-fang.de

Suche

 

Beiträge & Kommentare

Lügen haben meist...
In der heutigen Zeit ist jedwede Wahlwerbung ein "Partei-Negativwerbung"...
auch (Gast) - 12. Aug, 12:48
Thanks
Thanks
çeviri (Gast) - 13. Jan, 18:20
buy cialis
buy cialis superaromaticity uroporphyrin xenical online...
buy cialis (Gast) - 24. Okt, 14:57
venlafaxine
venlafaxine devitalizing landlord sertraline hairclipper...
venlafaxine (Gast) - 24. Okt, 11:52
esgic
esgic polonaise stiblite order vicodin online resolved...
esgic (Gast) - 24. Okt, 06:23
buy soma
buy soma appendages perinephral order phentermine caballero...
buy soma (Gast) - 22. Okt, 07:09
ggzjzzjo
ydrqtnax http://hsevvyfs.com jgcjhwmv zjgkiakd [URL=http://rigvnoht.com]z mrqksqt[/URL]...
ggzjzzjo (Gast) - 22. Okt, 03:56
abvszgop
tucbgljr http://qaivrnej.com dxktuumh axuikbmq ixyohsha...
abvszgop (Gast) - 21. Okt, 14:05

User Status

Du bist nicht angemeldet.
rss



         wahlblog05.de ©2005 by iDemokratie.de :: Initiative für interaktive Demokratie :: Impressum