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Frauen und die K-Kandidatin

Seit letztem Wochenende gibt es zwei Initiativen, die sich mit der Frage beschäftigen, welche Rolle Frauenpolitik in diesem Wahlkampf spielt und ob Frau Merkel und ihre Männer für Frauen eine gute Wahl sein können. Unter www.Frauen-fragen-Merkel.de können Frauen ihre Fragen an die Kandidatin richten und aktuelle frauenpolitische Dokumente wie den offenen Brief von Renate Künast an Alice Schwarzer lesen. www.frauenpolitik-jetzt.de ist eine parteiübergreifende Initiative, an der ich mitgewirkt habe und die Unterschriften für klare "Forderungen an jede Bundesregierung" sammelt. Bisher haben ca. 650 Frauen und Männer unterzeichnet. Eins wird aus beiden Initiativen jedenfalls deutlich: Viele Frauen sind nicht bereit, einfach die Frau zu wählen - unabhängig von ihren Inhalten.
markusk (Gast) - 8. Sep, 14:57

ich hab da meine eigene Philosophie

Die Frau möge sich nicht vom Mann und der Mann auch nicht von der Frau emanzipieren. Sondern der Mensch von beiden.

TC Stahl - 8. Sep, 15:05

Frauen vs. Männer

Gibt es denn überhaupt eine bestimmte "Politik der Frauen"? Meine Erfahrungen - die natürlich keinesfalls empirisch sind ;) - zeigen eher, daß sowohl Mann als auch Frau in etwa gleiche politische Meinungen aufweisen. Da macht es wenig Sinn, ein spezielles Frauenportal zu errichten.
Unnütz halte ich sowohl www.frauenpolitik-jetzt.de als auch www.Frauen-fragen-Merkel.de jedoch nicht. Sie stellen eine Diskursschnittstelle zwischen Politik und Bürgern dar. Bleibt nur zu hoffen, daß die Politik diese auch ernst nimmt und die Ergebnisse in Entscheidungen einfließen läßt.

katja.husen - 8. Sep, 15:11

Politik der oder für Frauen

Ich glaube nicht, dass es eine biologisch begründete "Politik der Frauen" gibt. Ich glaube aber, dass Menschen, die andere Lebenserfahrungen gemacht haben als der männliche, weiße, verbeamtete Durchschnittsparlamentarier, mit höherer Wahrscheinlichkeit eine andere Politik machen. Viele frauen legen mehr wert als Männer auf Schutz vor Gewalt, auf die Vereinabrung von Berufs-, Familien- und Privatleben, auf Unterstützung bei der Bewältigung von Pflegeleistungen, auf eine Aufwertung "typisch weiblicher" Berufsbilder, auf gerecht Entlohnung. Dass das keinesfalls "weibliche" Forderungen sind, sieht man daran, dass auf www.frauenpolitik-jetzt.de Männer zu den Unterzeichern gehören.
Matthias Busse (Gast) - 8. Sep, 15:23

Und das ist auch gut so!

Hallo Frau Husen,

auf Ihren letzten Satz "Viele Frauen sind nicht bereit, einfach die Frau zu wählen - unabhängig von ihren Inhalten." möchte ich Ihnen antworten: Alles andere wäre auch ein Armutszeugnis! Wir haben viele kluge, kreative und kompetente Frauen, aber die meisten scheuen den Weg in die Politik. Ich denke, Sie als Politikerin werden wissen warum.

Ihrem Blogeintrag vom 7.9. auf Ihrer eigenen Website stimme ich grundsätzlich schon aufgrund meines christlichen Glaubens zu - mit dem feinen Unterschied, dass ich die CDU wählen werde. :-)

Matthias Busse (Gast) - 8. Sep, 15:44

...und da sehe ich doch gerade...

...dass Sie auf Ihrer eigenen Website im Rahmen Ihres Blogbeitrags vom 4.9. geschreiben haben:

"Warum soll man eine Kandidatin wählen, deren eigener Lebensentwurf im Programm ihrer Partei gar nicht vorkommt?"

Am 7.9. haben sie übrigens wie folgt gebloggt: "...und ich will in einem Land leben, wo die Unterschiedlichkeit von Menschen als Glück und nicht als Gefahr verstanden wird".

Ja, was denn nun?

Die Grünen fordern immer Toleranz und Verständnis. Aber haben sie diese Eigenschaften denn selbst?

Haben Sie, Frau Husen, diese Eigenschaften?

Katja Husen (Gast) - 8. Sep, 18:58

Toleranz und Verständnis

Nein, ich habe nicht für alles Verständnis und ich bin nicht bereit, Dinge zu tolerieren, die ich nicht akzeptieren kann. Ich wüsste auch nicht, dass das jemals jemand in meiner Partei von mir verlangt hat.
Tatsächlich ist mir aber Vielfalt lieber als Einfalt. Und ich bin (auch weil ich daran mitgearbeitet habe) stolz darauf, dass das Wahlprogramm der Grünen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen anzusprechen versucht - gerade Frauen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen. Und das ist der große Unterschied zur CDU: Während Frau Merkel als One-woman-show für die Aufgeschlossenheit der CDU stehen soll, sind das Wahlprogramm und auch die Äußerungen führender CDU/CSUler weit weg von genau der Akzeptanz, die ich fordere und auch versuche zu leben.
Es reicht eben nicht, eine Quoten-Karrierefrau, eine Quoten-Supermutti und einen Quoten-Schwulen zu haben. Um wirklich glaubhaft dafür zu stehen, Unterschiedlichkeit ertragen zu können, bräuchte die CDU sehr viel mehr AbweichlerInnen vom klassischen weiß, männlich, erwerbstätig, gesund, verheiratet mit Kindern.

Wie sieht's mit Ihnen aus, Herr Busse? Finden Sie die Vielfalt der Lebensstile und ihre Akzeptanz erstrebenswert?
Matthias Busse (Gast) - 9. Sep, 09:43

@Katja Husen

Guten Morgen, Frau Husen, leider kann ich Ihnen erst jetzt auf Ihren Eintrag von gestern antworten.

Sorry, wenn ich das so sagen muss, aber Sie sollten Ihre grüne Parteibrille mal abnehmen und sich die CDU und ihre Mitglieder von heute genau ansehen. Wieso arbeiten Sie mit Vorurteilen und unzutreffenden Fakten? Das ist alles zu pauschal.

Gestört hat mich auch Ihre Formulierung "Um wirklich glaubhaft dafür zu stehen, Unterschiedlichkeit ertragen zu können..." - was heißt "Unterschiedlichkeit ertragen zu können"?! Wir unterscheiden uns alle, aber das muss man nicht "ertragen", sondern zum Glück ist es so!

Um noch auf Ihre Frage zu antworten: Jede/Jeder kann doch leben wie sie/er es will, jede/jeder hat doch sowieso seinen eigenen Lebensstil. Und jede/jeder bestimmt das für sich selbst. Ich denke, weder Sie noch ich lassen uns in ein Schema pressen, oder?
Sven Wallmann (Gast) - 8. Sep, 19:04

SPD-Frauen reden Merkel schlecht

Das wäre der ehrliche Titel dieser Webseiten. Ich berichtige: Auch Grüne sind dabei.

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