Kirchhoff Festspiele
Der Morgen danach… immer schwierig. Vor allem wenn man nach der Zeitungslektüre alles noch mal gelesen hat. Ich hatte gestern die Wahl zwischen einem Theaterbesuch und dem TV-Duell. Ich entschied mich für das TV-Duell. Wohl wissend, dass dies die weniger attraktive Variante ist.
Ich verstehe alles Gerede und Geschreibe um diese 90 Minuten nicht. Denn was hat man erwartet? Merkel musste etwas machen, das sie nicht kann. Schröder musste etwas machen, das er sehr gut kann. Sollte sich dass am 4. September 2005 plötzlich ändern?
Dementsprechend sehen auch alle Umfragen den Kanzler als deutlichen Gewinner des „Duells“. Netterweise haben die Umfrageinstitute so lange gefragt, bis auch mal eine Kategorie kam, in der Frau Merkel die Nase vorn hat. Und zugegeben, ja, sie war besser als erwartet. Aber das kann man nicht als Sieg verkaufen. Schröder war gut, weil er mit sich und seiner Politik im Reinen ist. Merkel war weniger gut, weil man das von ihr nicht behaupten kann.
Ich frage mich, was dieses Duell ohne Herrn Kirchhoff gewesen wäre. Der hat sich ja mittlerweile in alle Politikbereiche eingeschlichen. CDU-Regierungsprogramm war gestern – jetzt heißt das Programm „Kirchhoff“.
Und dann das Schaulaufen zu Adlershof im Anschluss an das Duell. Welchen Sinn haben denn Interviews und Statements, wenn man den Inhalt vorher kennt? Müntefering, Söder, Kauder... ja, was hat man denn erwartet? Das Kauder plötzlich hochdeutsch spricht? Müntefering lange Sätze bastelt und von Merkels Auftritt begeistert ist? Nicht wirklich.
Was bleibt? Um 23 Uhr bekam ich gestern eine SMS, von jemanden, der kein SPD-Mitglied ist, diese vielleicht nicht mal wählt. Er schrieb: „Klarer Punktsieg für Gerhard. Die paar Prozent holt ihr noch“. Ich bin gespannt.
Ich verstehe alles Gerede und Geschreibe um diese 90 Minuten nicht. Denn was hat man erwartet? Merkel musste etwas machen, das sie nicht kann. Schröder musste etwas machen, das er sehr gut kann. Sollte sich dass am 4. September 2005 plötzlich ändern?
Dementsprechend sehen auch alle Umfragen den Kanzler als deutlichen Gewinner des „Duells“. Netterweise haben die Umfrageinstitute so lange gefragt, bis auch mal eine Kategorie kam, in der Frau Merkel die Nase vorn hat. Und zugegeben, ja, sie war besser als erwartet. Aber das kann man nicht als Sieg verkaufen. Schröder war gut, weil er mit sich und seiner Politik im Reinen ist. Merkel war weniger gut, weil man das von ihr nicht behaupten kann.
Ich frage mich, was dieses Duell ohne Herrn Kirchhoff gewesen wäre. Der hat sich ja mittlerweile in alle Politikbereiche eingeschlichen. CDU-Regierungsprogramm war gestern – jetzt heißt das Programm „Kirchhoff“.
Und dann das Schaulaufen zu Adlershof im Anschluss an das Duell. Welchen Sinn haben denn Interviews und Statements, wenn man den Inhalt vorher kennt? Müntefering, Söder, Kauder... ja, was hat man denn erwartet? Das Kauder plötzlich hochdeutsch spricht? Müntefering lange Sätze bastelt und von Merkels Auftritt begeistert ist? Nicht wirklich.
Was bleibt? Um 23 Uhr bekam ich gestern eine SMS, von jemanden, der kein SPD-Mitglied ist, diese vielleicht nicht mal wählt. Er schrieb: „Klarer Punktsieg für Gerhard. Die paar Prozent holt ihr noch“. Ich bin gespannt.
mario.münster - 5. Sep, 10:20



