Frau Merkel auf dem Holo-Deck
Heute kann man in der Financial Times Deutschland nachlesen, dass sich Frau Merkel gewissenhaft auf das TV-Duell vorbereitet. Dabei wird angeblich eine realitätsnahe Situation inszeniert, in der Merkels Medien-Coaches Moderatoren und Kanzler mimen. Bei Raumschiff Enterprise heißt das Holo-Deck – ein Ort, an dem man sich virtuell in eine bestimmte Situation versetzen und darin leben kann.
All das löst bei mir starkes grübeln aus. Was, wenn Frau Merkel wirklich Kanzlerin wird und ein wichtiger Auslandsbesuch bevorsteht? Ein Dreier-Gipfel mit Bush, Blair und Chirac vielleicht. Wird dann auch das Holo-Deck im Adenauer-Haus bemüht? Wieder einmal male ich mir diese Zukunft in bunten Farben aus: Paul Kirchhof mimt den US-Präsidenten, Wolfgang Schäuble versucht sich als Tony Blair und Peter Müller als Jaques Chirac. Nicht zu vergessen Guido Westerwelle als Übersetzer, der aufgeregt zwischen den Vieren hin und her läuft. Und vielleicht noch Eva Christiansen als rasende Reporterin.
Die SPD betont regelmäßig, dass Frau Merkel nicht das Format zur Kanzlerin habe. Aktionen wie diese belegen dies nachdrücklich. Das Bundeskanzleramt ist keine Spielwiese, auf der man sich mal ausprobieren kann. Wer ins Kanzleramt einzieht, der ist von der ersten Minute an mit harten realen nationalen und internationalen politischen Bedingungen konfrontiert. Dort müssen kluge und eindeutige Entscheidungen getroffen werden, die über Wohl und Wehe Deutschlands entscheiden. Zeit zum üben und abwägen bleibt da nicht.
All das löst bei mir starkes grübeln aus. Was, wenn Frau Merkel wirklich Kanzlerin wird und ein wichtiger Auslandsbesuch bevorsteht? Ein Dreier-Gipfel mit Bush, Blair und Chirac vielleicht. Wird dann auch das Holo-Deck im Adenauer-Haus bemüht? Wieder einmal male ich mir diese Zukunft in bunten Farben aus: Paul Kirchhof mimt den US-Präsidenten, Wolfgang Schäuble versucht sich als Tony Blair und Peter Müller als Jaques Chirac. Nicht zu vergessen Guido Westerwelle als Übersetzer, der aufgeregt zwischen den Vieren hin und her läuft. Und vielleicht noch Eva Christiansen als rasende Reporterin.
Die SPD betont regelmäßig, dass Frau Merkel nicht das Format zur Kanzlerin habe. Aktionen wie diese belegen dies nachdrücklich. Das Bundeskanzleramt ist keine Spielwiese, auf der man sich mal ausprobieren kann. Wer ins Kanzleramt einzieht, der ist von der ersten Minute an mit harten realen nationalen und internationalen politischen Bedingungen konfrontiert. Dort müssen kluge und eindeutige Entscheidungen getroffen werden, die über Wohl und Wehe Deutschlands entscheiden. Zeit zum üben und abwägen bleibt da nicht.
mario.münster - 1. Sep, 11:59




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