Christian Hochhuth (iDemokratie.de) Mathias Fischer (iDemokratie.de) Britta Schemel (iDemokratie.de) Olaf Nitz (iDemokratie.de) Prof. Klaus Staeck (Aktion für mehr Demokratie) Dr. Christoph Bieber (ZMI) Dr. Jan Schmidt (Universität Bamberg) Mario Münster (Johanssen + Kretschmer)    
  Hans-Joachim Otto (FDP) Katja Husen (Bündnis 90/Die Grünen) Ulrich Kelber (SPD) Claus Wichmann (SPD) Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) Bernd Schmidbauer (CDU) Marcus Weinberg (CDU) wahlblogger gesucht    

Geschmacklos, geschmackloser, fdp?

Wieder ein Beitrag, auf den sich dann die "Den Wahlkampf der Grünen und die ganze Partei fand ich immer schon doof"-Kommentatoren melden können.

In die Riege gehört nämlich auch ein Herr Beerfeltz von der FDP (www.blog.fdp.de). Der findet die grünen Kondome mit der AUfschrift "Merkel verhüten" und "Guido verhüten" nämlich so schrecklich, dass er sich zu "dunkelsten Kapitel unserer Geschichte"-Vergleichen versteigt. "Euthanasieformulierungen" seien das. Und dass wir Grünen damit den beiden genannten das Recht zu leben absprechen würden.
Mal abgesehen davon, dass der Aufdruck auf den Kondomen nun tatsächlich mal was mit Wortwitz zu tun hatte und sogar mit Ironie (die hier ja schon für alles mögliche herhalten musste):
Lieber Herr Beerfeltz, den politischen Gegner mit Drittes-Reich-Vergleichen in die schmutzige Ecke stellen zu wollen, ist im Gegensatz zu den Kondomen echtes negative campaigning. Also genau das, was die FDP in diesem Wahlkampf angeblich nicht macht. Wer zu solchen Mitteln in der politischen Auseinandersetzung greifen muss und Verhütung ganz im Sinne des Papstes als Tötung(sabsicht) interpretiert, hat's offensichtlich bitter nötig.

Wie übrigens lustiges und intelligentes negative campaigning funktionieren kann, zeigen eine Reihe von jungen Kreativen unter www.xfuergruen.de
Viel Spaß beim Lesen, Gucken und Kommentieren!
marco (Gast) - 31. Aug, 11:34

manueller trackback...

irgendwie wollt ihr meinen trackback nicht.... dann eben so.

markusk (Gast) - 31. Aug, 17:44

negative campaigning und grüne Kondome


Siegfried Herzog (Gast) - 31. Aug, 23:39

Was Geschmacklosigkeiten angeht, so hat Trittin eine neue Spitzenleistung vollbacht.
Angesichts einer Katastrophe wie der, die den Süden der USA getroffen hat, ist einiges angesagt:
Mitgefühl, konkrete Hilfsangebote, Spendenaufrufe.
Was nicht angebracht ist, sind gefühlsrohe Artikel wie der von Trittin, die null Mitgefühl ausdrücken und nur zum Inhalt haben, die USA seien wegen ihrer Klimapolitik selber schuld.
Das offenbart eine Herzensrohheit, eine moralische Kälte, die mich tief erschreckt. Ich denke erst mal an Freunde in Gulfport, nicht an die Sinnhaftigkeit von Kyoto. Über solche Themen redet man in so einer Situation nicht, und schon gar nicht in dieser arroganten Besserwiser-Atitüde. Oder hat Trittin etwa den Iranern am Tag nach dem Erdbeben im Bams Vorwürfe wegen laxer Bauvorschriften gemacht? Bei den Amis darf man sich aber wohl alles erlauben, was? Selbst wenn viele Klimaforscher vor derartigen argumentativen Kurzschlüssen warnen - wenns darum geht, die USA zu beschimpfen, wird jede Hypothese zur Glaubensgewissheit.

Die Grünen warnen derzeit in Wahlreden viel vor angeblicher sozialer Kälte, die von rechts drohe. Man schaue in den Spiegel: So kalt und mitleidlos wie Trittin äußert sich kein anderer Politiker in diesem Land.

Gerd Holz (Gast) - 1. Sep, 01:04

Reden im richtigen oder falschen Moment

Ich denke mal das Trittin das nicht so gesagt hat wie es hier rüberkommt. Richtig ist doch aber die Menschheit im allgemeinen darauf zu stossen das es so nicht weiter geht. Ist denn nicht jeder gefühlskalt der an Einzelschicksale denkt? Wer denkt denn wirklich zukunftsorientiert - uns gehts doch gut so wie wir leben. Aber was ist mit unseren Kindern und Enkelkindern. Da ist doch jede Naturkatastrophe nur willkommen immer wieder darauf hinzuweisen das wir, und damit meine ich wirklich jeden, endlich umdenken müssen. Vielleicht wacht ja nun endlich auch mal die USA auf?
gregorio - 1. Sep, 12:30

Naja, im Grunde hat Jürgen Trittin nicht ganz unrecht, vom Timing mal abgesehen. Wenn verschiedene Meterologen eine Häufung von Hurricanes in den letzten Jahren feststellen, ist es nicht ganz abwegig, wenn man den menschengemachten Klimawandel als Ursache ins Visier nimmt.

Auch wenn sich diverse Amerikaner und deren Brüder im Geiste darüber furchtbar aufregen werden, dass der Jürgen Trittin gerade diesen Zeitpunkt gewählt hat (und nicht eine Woche früher oder eine Woche später).
Andi (Gast) - 1. Sep, 17:21

\gregorio - 1. Sep, 12:30
Naja, im Grunde hat Jürgen Trittin nicht ganz unrecht, vom Timing mal abgesehen. Wenn verschiedene Meterologen eine Häufung von Hurricanes in den letzten Jahren feststellen, ist es nicht ganz abwegig, wenn man den menschengemachten Klimawandel als Ursache ins Visier nimmt.\
Es stimmt halt überhaupt nicht. Es gibt überhaupt keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen diesen Phänomenen und Klima.
Dass der Mensch das Klima beeinflusst, ist übrigens auch nicht wahr.
http://www.junkscience.com

Glaubt doch den Grünen nicht alles.
Die USA ist bereits aufgewacht und hat diesen Unfug von Kyotoprotokoll nicht unterschrieben, leider stecken die Amis ihr Geld in die Rüstung und Öl und nicht in Dämme, dass wurde jetzt bestraft.
Andi (Gast) - 1. Sep, 17:30

Jetzt kann sich jeder selber seine Gedanken machen.
"Essentially, they were outraged that in the middle of a crisis, a German minister would turn to America and -- instead of reaching out a helping hand -- virtually point a finger and say, "You asked for this." "

http://service.spiegel.de/cache/international/0,1518,372405,00.html


@USA: Ich schäme mich für diesen Minister!
Siegfried Herzog (Gast) - 1. Sep, 14:45

Minister Geschmacklos

Es geht mir jetzt nicht darum, ob Trittin recht hat oder nicht. Es geht um sein Verhalten. Das gleicht einem Menschen, der zur Beerdigung eines Bekannten geht und den Hinterbliebenen nicht kondoliert, sondern nur mitteilt, er habe dem Verstorbenen immer schon gesagt, er solle nicht so schnell fahren, und sie mögen doch ihr Fahrverhalten nun entsprechend ändern.

Und wenn der Verstorbene hundertmal zu schnell gefahren ist: So benimmt man sich nicht auf einer Beerdigung! Und das ist kein schräger Vergleich. Darf ich daran erinnern, dass man in New Orleans noch mit der Rettung der Überlebenden beschäftigt ist und die Toten noch nicht einmal alle gefunden hat?

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Lügen haben meist...
In der heutigen Zeit ist jedwede Wahlwerbung ein "Partei-Negativwerbung"...
auch (Gast) - 12. Aug, 12:48
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çeviri (Gast) - 13. Jan, 18:20
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