Buhrufe für den Star
Da dürfte Oskar ein Stein vom Herzen gefallen sein: Nach stundenlangen Diskussionen und teilweise heftigen Anfeindungen gab es am Ende doch noch ein gutes Wahlergebnis für den neuen Star der WASG. Auf dem Parteitag in NRW erntete Oskar Lafontaine Pfiffe, Buhrufe und schließlich ein überraschend gutes Wahlergebnis zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl. Damit dürften die innerparteilichen Kritiker einer Polit-Ehe mit der PDS fürs erste verloren haben. Aber wird Lafontaine dauerhaft Spaß in der WASG haben? Auf dem Kölner Parteitag war ganz klar zu spüren: Die WASG ist ein Sammelbecken der "irgendwie Linken", deren einzige Gemeinsamkeit die Wut auf Schröder und alle anderen "Neoliberalen" ist.
Für ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl könnte diese Anti-Haltung allemal reichen. Doch was dann? Bis er die neue Linkspartei auf Linie hat, dürften Oskar noch einige Reibereien bevorstehen. Ganz zu schweigen von den Vorbehalten, die ein Großteil der nordrhein-westfälischen Delegierten gegenüber der alten Tante PDS hat. "Wir wollen keine feindliche Übernahme durch die Ex-SED" - auf dem WASG-Parteitag war das eine ziemlich verbreitete Haltung. Fazit: Die politische Vernunft treibt WASG und PDS an einen Tisch, wo Lafontaine und Gysi durchaus sieben oder acht Prozent feiern könnten. Aber unter der Tischplatte werden sich die Fußvölker der beiden Parteien ziemlich behakeln.
Für ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl könnte diese Anti-Haltung allemal reichen. Doch was dann? Bis er die neue Linkspartei auf Linie hat, dürften Oskar noch einige Reibereien bevorstehen. Ganz zu schweigen von den Vorbehalten, die ein Großteil der nordrhein-westfälischen Delegierten gegenüber der alten Tante PDS hat. "Wir wollen keine feindliche Übernahme durch die Ex-SED" - auf dem WASG-Parteitag war das eine ziemlich verbreitete Haltung. Fazit: Die politische Vernunft treibt WASG und PDS an einen Tisch, wo Lafontaine und Gysi durchaus sieben oder acht Prozent feiern könnten. Aber unter der Tischplatte werden sich die Fußvölker der beiden Parteien ziemlich behakeln.
onitz - 19. Jun, 00:13



