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NPD und DVU loben Lafontaine

Wir haben uns schon gewundert, warum sich bisher die rechtsextremen Parteien noch nicht zu Wort gemeldet haben. Nun scheint festzustehen, dass die NPD als einzige rechtsextreme Partei zur Wahl antreten wird. Das geplante Bündnis mit der DVU ist gescheitert. Dies bestätigte heute DVU-Chef Frey gegenüber tagesschau.de. Es sollen aber 15 Kandidaten der DVU auf offenen Landeslisten der NPD antreten.

Die NPD wird die 5-Prozent-Hürde wohl nicht schaffen, will aber über Direktmandate in den Bundestag einziehen. Im Gespräch sind der sächsische NPD-Fraktionschef Holger Apfel und der sächsische Landtagsabgeordnete Uwe Leichsenring.

Gemeinsamkeiten am linken und rechten Rand

Oskar Lafontaine wird mit seinen Aussagen über "Fremdarbeiter" und gegen Hartz IV von den rechten Parteispitzen hoch gelobt. NPD, DVU und die Republikaner stimmten mit den Äußerungen Lafontaines überein. NPD-Chef Voigt forderte das Linksbündnis sogar dazu auf, sich der NPD und DVU anzuschließen.

Wen überrascht diese Reaktion? Ist es ein Zeichen dafür, dass sowohl der rechte als auch der linke Rand unsere Demokratie gefährden? Oder sind diese Parteien nur die Auffangbecken für frustrierte Protestwähler?
Mathias Fischer - 17. Jun, 23:56

Der Kreis von links nach rechts

Irgendwo hat jmd. vor kurzen vom Kreis gesprochen in Bezug auf Rechts und Links. Auf 12Uhr ist die Mitte, und wenn man nur weit genug nach links oder rechts geht, kommt man auf der anderen Seite wieder an.

Ich denke mal zur Verteidigung von Oskar, dass er auf die "Dienstleistungsrichtlinie" der EU anspielte, da ist er ja mit der SPD auf einer Linie, und ich denke die CDU ist auch nicht weit entfert. Wie siehts aus mit den Grünen? Ist die FDP die einzig "Linke" Partei in dieser Frage? ;-)

Morgaine - 19. Jun, 02:11

Etwas mehr Fantasie könnte dem Beitrag wirklich gut tun. Wie wäre es zum Beispiel mit systemtheoretischer Argumentation? Was bewirkt die Kandidatur dieser Partei für das Parteiensystem insgesamt?

Mathias Fischer - 21. Jun, 14:26

Systemtheorie

Ui, schönes Thema für eine Uni-Hausarbeit, aber hier im Blog? Die Strukturen der anderen Parteien werden sicherlich wahrnehmen, dass ein Wählerpotential "links" liegt. Wie sie sich danach entscheiden ist ja wie bekannt in der Systemtheorie nicht determiniert. Man müsste nun die internen Strukturen der Parteien recht gut kennen, um die möglichen Entwicklungslinien einzuschätzen. Ich schätze mal sehr vage die SPD wird sich weiter links positionieren, die CDU wird ihren linken Flügel zu Wort kommen lassen und die FDP wird sich leise erinnern, dass sie auch noch für Bürgerrechte steht. Bei den Grünen erwarte ich keine großen Änderungen, außer vielleicht noch mal eine Diskussion zur Basisdemokratie. Ok, das waren meine 2 cent.
rene.aleithe - 21. Jun, 11:27

Abenteuerliche Schlussfolgerung

also ich halte es für eine abenteurliche schlussfolgerung, dass links und rechts sich treffen, wenn man nur lang genug in eine richtung geht. und aus der dem fakt, dass faschisten "linke" politiker loben zu schließen, dass es eh nur die selbe soße sei, zeugt eher von politischem unverständnis und das sehe ich als gefährlicher für die fdgo an. in sachsen unterbreitet die npd ständig offerten an die cdu für eine zusammenarbeit. selbst als entschiedener gegner dieser "sed-nachfolgepartei" cdu (sie überflügelt teilweise ddr-unrecht) will ich sie mal nicht mit faschisten gleichsetzen. es gibt immer noch nen unterschied, ob man bewusst gegen die fdgo angeht (npd) oder ob man, um eigene besitzstände zu wahren, die aushöhlung der fdgo in Kauf nimmt (cdu).

Mathias Fischer - 21. Jun, 14:45

FDGO = Freiheitlich Demokratische GrundOrdnung

Nun, wenn ich solche "Parabeln" wie mit dem Kreis anwende, dann meine ich eigentlich, immer noch, dass die Unterscheidung von "Rechts" und "Links" unsinnig ist. Wer sagt, "die" sind "rechts" oder "links" meint nichts inhaltliches, sondern platziert diejenigen nur allgemein assoziativ.

Trennschärfer sind Denkstile/Achsen, in die man politische Ziele einordnen kann. Dazu gehört zum Beispiel Solidarität vs. Eigenverantwortlichkeit, Regulierung vs. Wettbewerb, Sicherheit vs. Profit oder Autorität vs. Selbstbestimmung. In den Parteiprogrammen hingegen wird mit Sicherheit jede Partei irgendwo eine Übereinstimmung mit der NPD haben, um das mal ganz provozierend zu sagen.
Moddin - 7. Jul, 20:36

Begriffe "links" und "rechts"

Die Begriffe "links" und "rechts" kommen ursprünglich aus der Verteilung der Abgeordneten in der Paulskirche bei der deutschen Revolution 1848. Es ging dabei darum, ob das zukünftige Deutschland Österreich-Ungarn territorial mit einschließen sollte (großdeutsche Lösung) oder nicht (kleindeutsche Lösung). Die Befürwörter Kleindeutschlands saßen räumlich gesehen links, die Großdeutschland-Befürwörter rechts im Parlament, daher der Name. Natürlich geht es heute um ganz andere Fragen, also haben sich die Begriffe "rechts" und "links" gewandelt. Eigentlich sind sie nur pauschalisierend: es kann ja auch z.B. rassistische Sozialisten geben.
Grundeinkommensbefürworter - 8. Jul, 00:47

Menschen vor Profit

Umdenken fördern!!
das muss das Motto einer gesellschaftlichen Bewegung sein die sich gegen den neoliberalen Mainstream stellt.

Das solche Bewegungen meist von links kommen und kamen, zeigt wie man die Begriffe auch heute verwenden sollte, bzw. zeigt was man heute wählen sollte, wenn man an Veränderungen für die Menschen (nicht für die Wirtschaft) interessiert ist.

Sozial statt neoliberal:
Solidarität statt Egoismus
Regulierung statt freier Wettbewerb
Sicherheit statt Profit
Selbstbestimmung statt Autorität
Linkspartei schafft Zukunft!

Das der Kapitalismus nicht zukunftsfähig ist, hat die Geschichte doch zu genüge gezeigt.

Sicher hat der Kapitalismus durch sein Konkurrenz- und Leistungprinzip maßgeblich zu dem heutigen (produktions-) technischen Stand beigetragen (durch die ständigen Rationalisierungsbestrebungen zur Profitsteigerung) und hat - in diesem Sinne - der Menschheit auch einen gewissen Dienst erwiesen.
Doch gerade wir Deutschen wissen, dass der Kapitalismus, Elend, Krieg und Fanatismus begünstigt und verursacht.
Außerdem haben wir genug (hoch-)technologische Entwicklung gehabt, wir brauchen heute in den Industrienationen kein Wachstum mehr.
Die ganze Welt jammert über Arbeitslosigkeit und fast überall sind die Märkte gesättigt. Überall gibt es genügend Waren, doch die Menshcen können sich kein Geld verdienen und leben in bitterer Armut. Ja es gibt weltweiten Überfluß, aber täglich sterben 30000 Kinder ohne jeweils ein menschenwürdiges Leben geführt zu haben.

Das sollten wir nie vergessen!!
....denn die Medien werden uns bestimmt nicht daran erinnern.

DerRepublikaner (Gast) - 10. Aug, 14:01

Und wie sollen da si genau arbeitsplätze entstehen wenn die industrie nicht wachseln soll bzw. muss?
Republikaner - 10. Aug, 14:07

Ja das sehe ich genau so wie soll das gehen?

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Beiträge & Kommentare

Lügen haben meist...
In der heutigen Zeit ist jedwede Wahlwerbung ein "Partei-Negativwerbung"...
auch (Gast) - 12. Aug, 12:48
Thanks
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çeviri (Gast) - 13. Jan, 18:20
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