Christian Hochhuth (iDemokratie.de) Mathias Fischer (iDemokratie.de) Britta Schemel (iDemokratie.de) Olaf Nitz (iDemokratie.de) Prof. Klaus Staeck (Aktion für mehr Demokratie) Dr. Christoph Bieber (ZMI) Dr. Jan Schmidt (Universität Bamberg) Mario Münster (Johanssen + Kretschmer)    
  Hans-Joachim Otto (FDP) Katja Husen (Bündnis 90/Die Grünen) Ulrich Kelber (SPD) Claus Wichmann (SPD) Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) Bernd Schmidbauer (CDU) Marcus Weinberg (CDU) wahlblogger gesucht    

Dienstag, 30. August 2005

YOUNG MEETS OLD

Gestern habe ich im Frankfurter Presseclub auf dem Podium gesessen und zusammen mit Heinz Riesenhuber, Direktkandidat der CDU für den Main Taunus Kreis, unter anderem über Generationengerechtigkeit und Haushaltspolitik diskutiert.

Ich habe einmal mehr die These vertreten: Generationengerechtigkeit in der Haushaltspolitik gibt es dann, wenn die Lasten heute, morgen und in der Zukunft gerecht verteilt sind.

Schon heute haben wir die aberwitzige Situation, dass wir zur Tilgung der Kredite neue Schulden aufnehmen müssen. Mehr als die Hälfte des heutigen Budgets wurden in der Vergangenheit bereits ausgegeben. Steigende Schulden, Pensionen und der Rentenzuschuss nehmen uns die politischen Handlungsspielräume. Und das, obwohl uns der Höhepunkt des demographischen Wandels noch bevor steht.

Blinde Streichwut bringt uns nicht weiter. Haushaltspolitik in Zeiten knapper Kassen bedeutet für mich, klare Prioritäten für die Zukunft zu setzen. Daher kämpfe ich für mehr Geld für Bildung, Forschung, Kinderbetreuung und Umwelt. Die Kosten für diese Ausgaben dürfen aber nicht über Schulden auf künftige Generationen abgeschoben werden. Stattdessen brauchen wir mehr Einnahmen und weniger Subventionen.

Umso grotesker finde ich es, dass Kirchhof, Merkels neuer Kompetenzmann für Steuerpolitik, ein Steuermodell vorschlägt, das Einnahmen weg brechen lässt und riesige Löcher in die ohnehin maroden Haushalte reißt. Die Länderfinanzminister prognostizieren eine Finanzierungslücke von 42 Mrd. Euro im ersten Jahr und langfristig 11 Mrd. pro Jahr. Das wird dann entweder durch massive Kürzungen bei den Ausgaben oder Schulden finanziert werden müssen. Wo bleibt da der Blick auf künftige Generationen?

Wahlaufruf in der Bleiwüste - Ergänzung zu Teil I

handy

Laut lachen musste ich, als ich auf Seite 70 der Sptember Ausgabe der Cicero unter der Überschrift Wahlempfehlungen einen Aufruf mit dem Titel "Wählt exotisch! Also SPD" las...

..man wird sie als extravaganten Exzentriker bewundern, machen Sie ihr Kreuz bei einer völlig ausgeflippten Splitterpartei am mittleren Rand des linken Spektrums!

10 Gründe führen aus, warum man SPD wählen soll, vom überraschten Gesicht Gerhard Schröders, der kaum zu unterdrückenden, überbordenden Schadenfreude von Edmund Stoiber, dem leidend am besten aussehenden Guido Weserwelle, bis hin zu Claudia Roth, wenn sie begreift was 48,2 Prozent SPD bedeuten.

Netter Beitrag, der mich daran erinnerte, dass der Souverän in seiner Wahlentscheidung frei ist und nicht den Wahlakt als notarielle Beglaubigung der Demoskopie vollzieht.

Wahlkampf in der Bleiwüste? Teil I: Am Kiosk

Ging es in den letzten Tagen und Wochen um den Wahlkampf, konnte man davon ausgehen, dass in irgendeiner Form Bilder (moderner: Images) und vielleicht auch Tondokumente (moderner: Sounds) beteiligt waren. Doch es geht auch ruhiger, denn der Wahlkampf bringt bisweilen stille Print-Produkte hervor. Ein paar dieser vermeintlich überholten Formate sollen auch an dieser eher modernistischen Stelle Erwähnung finden.

Am Zeitschriftenkiosk: Ja, zwischen den Hochglanzklatschpostillen, Mode- und Automobilmagazinen oder Fernsehzeitschriften finden sich tatsächlich auch „politische“ Titel. Das Sonderheft „Wahl 2005“ der Super Illu ist so ein Fall - die 110 Seiten starke Ein-Thema-Ausgabe befasst sich mit Personal, Schauplätzen und (hört, hört) Themen der Bundestagswahl. Mit dem Charme des „Bundesliga-Sonderheft“ aus der kicker-Redaktion macht sich das Heft über „Unsere Bundeskanzler“ (Seite 37) oder „Das Kanzleramt“ (beeindruckendes Schaubild auf Seite 35) her. Allein das Bildmaterial der Fotostories über „Angie“ (Seiten 12-21) und „Gerd“ (Seiten 22-27) ist den Kaufpreis von 2,50 Euro wert. Doch halt, ist hier nicht eine quantitative Schieflage festzustellen? Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Manko: dem Heft fehlt eine kicker-mäßige Stecktabelle, um den Verlauf der Meinungsumfragen nachzuzeichnen.

Optisch weit gediegener kommt das „Kursbuch Wahl und Wählen“ der Wochenzeitung DIE ZEIT (warum eigentlich immer diese GROSSBUCHSTABEN?) daher. Als wahlbezogener Wiedergänger von „brand eins“ (nanu, wirklich alles klein?) reflektieren gestandene DIE ZEIT-Autoren (oder: AUTOREN?) die wesentlichen Ereignisse und Themen des Wahlkampfs. Sieht gut aus, hat aber für interessierte DIE ZEIT-Leser (oder: LESER?) keinen wesentlichen Neuigkeitswert, da die meisten Gegenstände und Standpunkte bereits in den wöchentlichen Ausgaben oder im Online-Angebot durchdekliniert (oder: DURCHDEKLINIERT) wurden. Trotzdem: ein echtes Plus in der aktuellen Auslage auf dem heimischen Wohnzimmertisch (bei einem Preis von € 10.- (ZEHN EURO) ist das ja wohl das mindeste).

(Das notorische Polit-Magazin "Cicero" gleich daneben blenden wir an dieser Stelle mal aus - da ist ja schon seit der Nullnummer Wahlkampf.)

Lesen Sie morgen demnächst: Wahlkampf in der Bleiwüste? Teil II: Im Buchladen
Ich-gehe-zur-Wahl.de :: Ein Projekt von iDemokratie.de

Visueller Wahlkampf auf wahlkampf.politik-visuell.de Ein Projekt von iDemokratie.de
Aktueller Platz 1 im Visuellen Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 von politik-visuell.de
Aktueller Platz 1 im Visuellen Wahlkampf von politik-visuell.de

umfrageergebnis
kanzlercomedy
www.wahl-fang.de

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Beiträge & Kommentare

Lügen haben meist...
In der heutigen Zeit ist jedwede Wahlwerbung ein "Partei-Negativwerbung"...
auch (Gast) - 12. Aug, 12:48
Thanks
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çeviri (Gast) - 13. Jan, 18:20
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abvszgop (Gast) - 21. Okt, 14:05

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